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Folge 3: Das Bild vom Kind
Start und Grundlagen
Die Stimme im Video ist KI-generiert. Das Video wird erst geladen, wenn du auf „Video laden“ klickst.
Jede Fachkraft hat ein Bild vom Kind im Kopf – oft unbewusst, aber es steuert ihr Handeln. Das Video erklärt das heutige Bild vom Kind als kompetentem, aktivem Akteur, Ko-Konstruktion und Kinderrechte. An Mias Holzturm werden zwei Haltungen gegenübergestellt.
Das Wichtigste
- Das Bild vom Kind umfasst deine Annahmen darüber, was Kinder sind, können und brauchen. Es wirkt oft unbewusst, steuert aber dein Handeln.
- Früher galt das Kind als „unbeschriebenes Blatt“ (Locke) oder als von Natur aus gut und schutzbedürftig (Rousseau).
- Heute sehen wir das Kind als kompetenten, aktiven Akteur seiner Entwicklung. Bildung entsteht in Ko-Konstruktion mit Erwachsenen und anderen Kindern; auch die Bildungspläne der Länder gehen davon aus.
- Nach der UN-Kinderrechtskonvention haben Kinder eigene Rechte. Artikel 12 sichert ihnen das Recht, gehört zu werden.
Zum Merken
- Ko-Konstruktion
- Kind und Erwachsener erarbeiten Wissen und Bedeutungen gemeinsam.
- Akteur
- Jemand, der selbst handelt und gestaltet, statt nur zu empfangen.
- Tabula rasa
- „Leere Tafel“ – die alte Annahme, das Kind komme ohne Prägung zur Welt.
- Partizipation
- Beteiligung von Kindern an Entscheidungen, die sie betreffen.
Typische Prüfungsfrage
Beschreiben Sie das Bild vom Kind, das dem Bildungsplan Ihres Bundeslandes zugrunde liegt, und zeigen Sie an einem Beispiel, wie es Ihr Handeln prägt.
Lösungsskizze anzeigen
Kinder sind von Geburt an neugierig, kompetent und aktiv; sie bilden sich selbst im Austausch mit anderen und haben eigene Rechte. Beispiel: Wenn Mias Turm umfällt, baut die Fachkraft ihn nicht vor, sondern fragt: „Was meinst du, warum fällt er um?“ Mia findet selbst eine Lösung und erlebt sich als wirksam.
Tipp: Schreib deine Antwort zuerst ohne Vorlage auf und vergleiche erst dann mit der Lösungsskizze.
Lernhilfe, keine offizielle Prüfungsunterlage. Prüfungsordnungen, Kita-Gesetze und Bildungspläne unterscheiden sich je nach Bundesland – frag im Zweifel bei deiner Schule oder Prüfungsbehörde nach. Stand: Oktober 2026.