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E-30 · Folge 14 von 17 im Modul

Folge 30: Aufsichtspflicht

Lernfeld 2: Beziehungen und Gruppen

Das Video erscheint bald auf YouTube bei @erzieherlernpfad. Bis dahin findest du hier schon das Wichtigste zum Thema.

Die Stimme im Video ist KI-generiert. Das Video wird erst geladen, wenn du auf „Video laden“ klickst.

Darf Leon allein auf die Toilette? Was gilt beim Ausflug? Das Video erklärt die Aufsichtspflicht, wie sie von den Eltern auf Träger und Fachkraft übergeht, wonach sich ihr Maß richtet und wer nach § 832 BGB haftet.

Das Wichtigste

  • Die Aufsichtspflicht soll Kinder vor Schäden schützen und Dritte vor Schäden durch Kinder bewahren.
  • Sie geht von den Eltern über den Betreuungsvertrag auf den Träger und über den Arbeitsvertrag auf die Fachkraft über. Sie beginnt mit der Übergabe des Kindes und endet mit der Übergabe an Abholberechtigte.
  • Wie eng du beaufsichtigen musst, hängt vom Alter, Entwicklungsstand und der Eigenart des Kindes, von der Situation, der Umgebung und der Gruppengröße ab. Ziel ist Sicherheit und Selbstständigkeit zugleich.
  • Verletzt die Fachkraft ihre Aufsichtspflicht und schädigt das Kind dadurch einen Dritten, haftet sie nach § 832 BGB (im Arbeitsverhältnis meist der Träger).
  • Unfälle von Kindern deckt die gesetzliche Unfallversicherung ab (Unfallkasse). Für Personenschäden haftet die Fachkraft persönlich grundsätzlich nicht (§ 105 SGB VII). Bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit kann die Unfallkasse aber Rückgriff nehmen (§ 110 SGB VII).

Zum Merken

Betreuungsvertrag
Vertrag zwischen Eltern und Träger über die Betreuung des Kindes.
Entlastungsbeweis
Nachweis, die Aufsicht ordnungsgemäß geführt zu haben.
Deliktsfähigkeit
Fähigkeit, für unerlaubte Handlungen zivilrechtlich verantwortlich zu sein.
Unfallkasse
Träger der gesetzlichen Unfallversicherung im öffentlichen Bereich.

Typische Prüfungsfrage

Wovon hängt das Maß der Aufsicht ab? Planen Sie einen Ausflug an ein Gewässer unter Beachtung der Aufsichtspflicht.

Lösungsskizze anzeigen

Maß der Aufsicht: Alter, Entwicklung, Eigenart des Kindes, Gefährlichkeit der Situation, Umgebung, Gruppengröße, Zumutbarkeit. Ausflug: Route vorher erkunden, Eltern informieren, genug Begleitpersonen, Teilnehmerliste mit Notfallnummern, Telefon und Erste-Hilfe-Tasche; Regeln am Wasser vorher besprechen, Abstand zum Ufer, Kinder regelmäßig zählen, alles dokumentieren.

Tipp: Schreib deine Antwort zuerst ohne Vorlage auf und vergleiche erst dann mit der Lösungsskizze.

Lernhilfe, keine offizielle Prüfungsunterlage. Prüfungsordnungen, Kita-Gesetze und Bildungspläne unterscheiden sich je nach Bundesland – frag im Zweifel bei deiner Schule oder Prüfungsbehörde nach. Stand: Oktober 2026.