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E-43 · Folge 12 von 20 im Modul

Folge 43: Symbolischer Interaktionismus und Rational Choice

Lernfeld 3: Lebenswelten, Entwicklung, Inklusion

Das Video erscheint bald auf YouTube bei @erzieherlernpfad. Bis dahin findest du hier schon das Wichtigste zum Thema.

Die Stimme im Video ist KI-generiert. Das Video wird erst geladen, wenn du auf „Video laden“ klickst.

Zwei soziologische Theorien zum Handeln in der Gesellschaft: Das Video erklärt den Symbolischen Interaktionismus nach Mead mit I, Me, play und game sowie die Rational-Choice-Theorie als Abwägen von Kosten und Nutzen.

Das Wichtigste

  • Nach George Herbert Mead handeln Menschen auf Grundlage von Bedeutungen, die im Austausch über Symbole wie Sprache und Gesten entstehen (symbolischer Interaktionismus).
  • Das Selbst entsteht durch Rollenübernahme. Es besteht aus dem spontanen „I“ und dem „Me“, den verinnerlichten Erwartungen anderer.
  • Im „play“ übernimmt das Kind einzelne Rollen, im „game“ berücksichtigt es beim Regelspiel alle Rollen zugleich. So entsteht der generalisierte Andere.
  • Rational Choice erklärt Handeln als Kosten-Nutzen-Abwägung. Kritisiert wird, dass Gefühle, Gewohnheiten und fehlende Informationen zu wenig beachtet werden. Beide Ansätze gehören in vielen Lehrplänen zu Lernfeld 3.

Zum Merken

Symbol
Zeichen mit geteilter Bedeutung, etwa ein Wort oder eine Geste.
Me
Verinnerlichte Erwartungen der anderen.
Generalisierter Anderer
Gesamtheit der gesellschaftlichen Erwartungen.
Rational Choice
Handeln als Ergebnis einer Kosten-Nutzen-Abwägung.

Typische Prüfungsfrage

Welche Bedeutung hat das Rollenspiel nach Mead? Unterscheiden Sie „play“ und „game“.

Lösungsskizze anzeigen

Im Rollenspiel übernimmt das Kind einzelne Rollen (Mia spielt Erzieherin) und lernt, sich aus fremder Sicht zu sehen – so entsteht das „Me“. „Play“ heißt: eine Rolle, wechselnd, ohne feste Regeln. „Game“ heißt: Regelspiel, bei dem alle Rollen gleichzeitig berücksichtigt werden (Fußball). Daraus entwickelt sich der generalisierte Andere.

Tipp: Schreib deine Antwort zuerst ohne Vorlage auf und vergleiche erst dann mit der Lösungsskizze.

Lernhilfe, keine offizielle Prüfungsunterlage. Prüfungsordnungen, Kita-Gesetze und Bildungspläne unterscheiden sich je nach Bundesland – frag im Zweifel bei deiner Schule oder Prüfungsbehörde nach. Stand: Oktober 2026.